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Thomas D
Thomas D Foto © by Andreas Läsker

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Fanta-4-Mitglied, Labelgründer, Kommunenbewohner, Peta-Aktivist, Solokünstler, supererfolgreicher Plattenverkäufer, begeisterter Kollaborateur, Hobbyschauspieler, Friseur, Deutschlandreisender, Exfreund von Jenny Elvers, Fitnessvideobotschafter und für einige Fans ein großer Philosoph: Thomas D. Wir haben es hier mit einem der Guten zu tun, zweifellos, einem Typen, der ein bisschen Popmusikgeschichte mitgeschrieben hat, der mit seinen Freunden aus dem Ländle eine eigenwillige, deutschsprachige Hip-Hop-Variante entwickelt hat, die bei Hardlinern so verrufen ist wie die Generation 68 in der ZDF-History-Abteilung.

 

Thomas Dürr ist gebürtiger Stuttgarter, Jahrgang 1968 (ups!) und begeisterter Hip-Hop-Freund, der seinen Idolen aus der Ferne im Terminal Team daheim nachzuahmen versucht. Mit Smudo, dem Michael Schmidt, das ist kleines Fanta-4-1x1, reist er nach Amerika, um festzustellen, dass das mit dem Hip-Hop irgendwie nicht dasselbe ist, wenn man nicht seine eigene Sprache nutzt und nicht sein eigenes Leben thematisiert. Die beiden gründen mit Andreas Rieke und Michael Beck Die Fantastischen Vier, bekleiden sich in Flummifarben, bringen nach „Jetzt geht´s ab“ im Jahr 1992 das Album „4 Gewinnt“ mit der Single „Die Da“ auf den Markt – und gewinnen ganz einfach. Die Frühwerke der Fanta 4 sind nicht hörbar, das Quartett gehört zu den ganz wenigen Formationen, deren Fans mehrheitlich kaum folgende Aussage unterschreiben würden: „Ich finde Fanta 4 inzwischen zu kommerziell, früher, also die ersten ein-zwei Alben, die waren noch was, die Lieder werden aber heute viel zu selten bei Live-Konzerten gespielt.“

 

Thomas D ist mit seinen Freunden so schnell so erfolgreich, dass ihm das selbst unheimlich wird. Kein Einzelbeispiel: übermäßiger Charterfolg ist in den 90ern in einigen Musikermilieus noch verdächtig, die Kollaboration mit bestimmten Medien unmöglich, Die Fantastischen Vier gehen schnell weiter, als es die Fans, die sie selbst gerne hätten, zulassen würden und rudern bereits mit dem nächsten Album zurück, erarbeiten sich schwerer zugängliches und zweifelsohne besseres Material. „Die 4. Dimension“, „Megavier“ und „Lauschgift“ sind Klassiker, auf letztgenanntem Album nimmt sich Thomas D Platz für eine merkwürdig poetische, inhaltlich anspruchslose Liedform, der er noch einige Male nachhängt: „Krieger“.

 

Thomas D – Solo

 

Four Music (die Fanta 4 lösen sich 2005 von ihrem Label, indem sie es an Sony BMG verkaufen) und Four Artists (die Booking-Agentur) werden 1996 gegründet, zwei der ganz wichtigen deutschen Musikunternehmungen seitdem, nach „Live und direkt“, einem hervorragenden Doppelalbum (die Fanta 4 werden – ungelogen – beständig besser), verkauft Thomas D sein Mobiliar, besorgt sich ein Wohnmobil und fährt damit durch die Republik – ein Jahr lang. Ende 1997 wird „Solo“ veröffentlicht, das Soloalbum, es ist interessant, bei wem der Thomas zwischendurch vorbeigefahren ist. Bei Die Ärzte, bei Nina Hagen, bei Bootsy Collins (?) und Such a Surge. Erstaunlich ist, dass „Solo“ lediglich den 20. Platz der deutschen Charts erreicht, schließlich ist diese Arbeit mehr als ein Jahr lang ungemein präsent. Und man kann das Album noch heute durchhören; macht das einfach mal. Vielleicht liegt die Präsenz auch am Duett mit Franka Potente für den Soundtrack zu „Lola rennt“, das nicht direkt auf „Solo“ …

 

Thomas D gründet in der Eifel eine Kommune (MARS – die Moderne Anstalt Rigoroser Spakker) auf einem Pferdehof mit Freunden, mit Tieren – und er tritt als Mitglied von Peta in Erscheinung, das ist eine Organisation, die mit ihrer Arbeit regelmäßig provoziert, und Thomas D macht mit. Er ist Fleischverzehrverachter, richtet ein Musikstudio ein – und tritt seitdem gelegentlich als Mäzen in Erscheinung, beim Bundesvision Song Contest 2007 beispielsweise wird Kalle feat. MARS Allstars mit dem besten Lied des Abends, „Aber nice“, souverän Letzter. Die Fantastischen Vier arbeiten derweil weiter, „4:99“ ist ein großer Wurf (auch in den Charts), MTV bittet um ein unplugged-Konzert, das wird in einer Höhle im Sauerländischen eingespielt.

 

Thomas D – Lektionen in Demut

 

Konzertdokus der Fanta 4 werden in Deutschland in Kinos gezeigt, Thomas D bringt 2001 „Lektionen in Demut“ auf den Markt, ein sehr angestrengtes Ding – zu sehr in der „Krieger“-Tradition. Der Musiker arbeitet in der Folge mit Andre Heller zusammen, an einem Beitrag für eine Hommage an Reinhard Mey, er beteiligt sich an „Kinski Files“. Er ist für Amnesty International unterwegs, für Terre des Hommes, für Boston Consulting und hält Gottesdienste ab. Thomas D spielt immer wieder mit seinen Mars-Freunden, in „Soloalbum“ eine kleine Rolle, er arbeitet mit Manfred Mann, mit Schiller (dem Musiker), mit Bela B („Faust vs. Mephisto“, ein kleines Hörbuch), die Fanta 4 sprechen die Pinguine in der Dreamworks-Produktion „Madagaskar“, veröffentlichen weitere Alben, Thomas D arbeitet mit verschiedenen pädagogischen Institutionen zusammen … die Vielfalt seines Schaffens ist eine Lektion.

 

Im September 2008 folgt dann das dritte Album, „Kennzeichen D“ steht Thomas D wesentlich besser als der Vorgänger. Er ist einfach gut, wenn er nicht bemüht wirkt.

 


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