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Valérie Sajdik, 1978 in Wien geborenes Diplomatenkind, wächst in Moskau auf und besucht dort eine französische Schule. In Österreich eine etablierte Popsängerin mit ernstem, nämlich Jazz-Hintergrund (ähnlich wie Annett Louisan), ist sie in Deutschland beispielsweise vergleichsweise unbekannt. Anfang der 90er Jahre kehrt ihre Familie nach Wien zurück, wo Valerie 1992, also gerade einmal 14jährig, einen ersten Musikervertrag unterzeichnet.
Die kleine Cosmopolitin veröffentlicht ein selbstgeschriebenen Stück mit dem kämpferischen Titel „L´Amour Existe“ – Valerie ist inzwischen auf einem katholischen Internat und ein Semester in den USA, es folgen weitere kleine Veröffentlichungen. 1996 schreibt sie sich zum Studium der Rechtswissenschaften in Wien ein, nebenbei erhält sie im Jazz-Fach am Wiener Konservatorium eine Gesangsausbildung.
Derart gerüstet geht Valerie 1998 zu einem Casting und erhält einen Platz in der Besetzung der österreichischen Girlband „c-bra“. Die beginnt vielversprechend, hat mit „Make Up Your Mind“ im August 1998 direkt ihren ersten großen Hit, bis Juli 1999 folgen zwei weitere, „Love You Today“ und „Papa Chico“ werden in Österreich gehört, nur in Österreich, sind dort allerdings, auch wenn man sich, wenn man Valerie und ihre Kollegen ansieht, durchaus einbilden kann, „c-bra“ sei ein selbstironischer Gegenentwurf zu jenen Girlgroups, die das Leben nicht unbedingt leichter machen …
Man kann nur spekulieren, wo das noch hinführen hätte können, nach dem Ausstieg eines der Mitglieder löst sich „c-bra“ schnell wieder auf. Valerie schafft es, trotz der ganzen Konzerte, dem Album-Release „Mind Your Make up“ und der Promo-Termine, ihre Studiums abzuschließen, 2000 gründet sie Valeriesgarden, singt in Paris, spielt Theater und vermählt Rock-, Pop- und elektronische Musik in der ihren.
2002 zieht es sie in die Nähe von Montpellier, in ein schnuckeliges Dörfchen, wo sie gemeinsam mit ihrem Landsmann Klaus Waldeck saint privat gründet, ihr neues kleines Musikprojekt, in dem wiederum Klänge der Vergangenheit, etwa der Bossa Nova, mit neumodischem Kram kombiniert werden – Future Jazz aus Österreich könnte man das zum Teil bezeichnen, und das funktioniert eine Weile prächtig.
„Tous Les Jours“ ist im Herbst 2004 der große Hit von saint privat, das Debütalbum „Riviera“, das bereits im Juni erschienen ist, verkauft sich auch in Deutschland recht gut. Im Herbst 2006 folgt das zweite Album „Superflu“, im Anschluss gibt Valerie ihrer Karriere ein weiteres Mal eine neue Richtung.
Sie unterschreibt bei Sony BMG als Solokünstlerin und beginnt
als solche ab April zu veröffentlichen. „Mädchen
Valerie beispielsweise will sich austauschen. Im Cabaret Fledermaus eröffnet sie im Februar 2008 den Künstlertreff Valeries Salon. |
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