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Was ist Musik...

Wem bei der Antwort dieser Frage geholfen ist, dem sei eh nicht zu helfen, sagen Sie? Mag sein. Für alle: der Begriff kommt aus dem Griechischen, wird allerdings bereits in den Frühformen der deutschen Sprache als Sammelbegriff für die künstlerische Verarbeitung von Klängen bzw. Tönen verwendet. Das ist ein riesiger Bereich, schwerlich nur einzugrenzen, schließlich - das kennen wir aus dem ewig währenden Zwist von Jung und Alt - gibt es immer Traditionen, die einer umfassenden Nutzung des Begriffes im Wege stehen. „Das ist doch keine Musik!" hören wir nicht selten, wenn neuere Hörerfahrungen den musischen Neigungen irgendwelcher Bescheidwisser massiv entgegenstehen.



Aber sicher!

Doch, Klänge - egal welche - sind grundsätzlich auch Musik. Zugegeben, das ist eine recht moderne Begriffserklärung. Dass Musik nicht einmal von Menschen geschaffen sein muss, wissen wir spätestens, seitdem Walgesänge als Entspannungs-CDs verkauft werden. Eigentlich heißt es, dass menschliche Schaffenskraft am Anfang jeder Musik steht; das allerdings ist durch die vielen Möglichkeiten, die wir Menschen zur Aufnahme von Geräuschen haben, ohnehin Bedingung. Diese Fähigkeit ist Ausgangspunkt dieses modernen Verständnisses: frühe Experimental-Musiker nehmen Alltagsgeräusche oder auch ungewöhnliche Geräusche auf, entreißen sie ihrem Ursprungsort und spielen sie an einem anderen Ort oder zu einer anderen Zeit ab. So kann sowohl das Grunzen in einem Schweinestall als auch Stimmengewirr oder das Schnaufen einer fahrenden Lokomotive zur Musik werden.



Naja...

Ursprünglich ist der Musikbegriff enger gefasst: Musik muss bewusst als Musik von Menschen eingespielt werden. Was heißt ursprünglich? Was genau ursprünglich ist in Sachen Musik lässt sich heute nicht sagen. Was man über Vermutungen hinaus sagen kann, ist, dass Musik eine frühe Ausdrucksform des Menschen ist - und dass diese recht unterschiedliche Zwecke erfüllt. Der Klassiker ist natürlich das Werben um die Gunst eines Menschen in Sachen Liebe... Das ist allerdings nicht der Kern der Geschichte. Es gibt Musikarten, die sind für spezielle Gesellschaftsschichten, Sauflieder in den Kaschemmen, Studentenlieder - das alles ist wiederum recht modern. Früher sind Lieder mitunter eine Art Wissensspeicher. Das kollektive Wissen wird in Liedern und Sinnsprüchen weitergegeben - zum Teil in Gedichtform, aber auch gesungen. Die nordische Mythologie, die Edda, besteht zu einem großen Teil aus Liedern. Die Heldentaten der Herrscher in Europa, der Fürsten und Könige, werden seit jeher besungen, dafür entwickelt sich eine eigene Musikerkaste, bei Hofe entsteht dann auch die sogenannte klassische Musik. Ganz wichtig ist hierbei auch die sakrale (das heißt kirchliche) Musik. Der Krieg ist begleitet von eigenen Liedern und Liedformen, ebenso die Revolution, die Arbeiterlieder schaffen eine Gemeinschaft derer, die eigentlich keine Zeit haben, sich politisch zu engagieren... Musik ist seit Alters her ein Medium zur Überbringung von Nachrichten - in einigen Kulturen wird diese Tradition zumindest bis in das 20. Jahrhundert gelebt (denken wir an Calypso). Eine Abgrenzung von Musik und Sprache ist echt kompliziert, es gibt sogar Wissenschaftler, die zu wissen glauben, dass die Entwicklungen von Sprache und Musik sich gegenseitig bedingen.



Was jetzt?

Und schließlich ist Musik auch immer ein Merkmal der Zeit, in der sie gespielt wird. Lange ist es so, dass jede Zeit und jede Region ihre speziellen Musikmerkmale aufweisen. Allerdings hebt sich das etwas mit der Möglichkeit zur Aufnahme und Wiedergabe von Musik auf. Heute gibt es zwar Moden und Neuentwicklungen als Kennzeichen der Zeit, allerdings können theoretisch alle möglichen Musikformen in speziellen Szenen parallel existieren (und miteinander kombiniert werden). Das ist ein Kennzeichen der Moderne, des 20. Jahrhunderts. Von den Jahrhunderten davor spricht man als Neuzeit. Wann diese beginnt, kommt auf die Sichtweise an. Für Europäer sind es gewöhnlich mehrere Ereignisse um 1500 herum: Die Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen, Johannes Gutenberg beginnt um 1450, Bücher zu drucken, Christopher Kolumbus erreicht 1492 die Karibik und 1517 nagelt Martin Luther seine 95 Thesen an die Schlosskirche zu Wittenberg.



Musik unterscheiden

Musik lässt sich aufgrund der Rhythmik, der Melodieformen, der Harmonik, dem Liedaufbau, Anzahl der Musiker, der verwendeten Instrumente oder auch aufgrund abstrakterer Merkmale, wie etwa dem improvisatorischen Charakter, der Herkunft, Lautstärke oder Geschwindigkeit sortieren. Innerhalb der Musikwissenschaft gibt es eine Reihe von Herangehensweisen an die Materie, die sich meist theoretisch zum Beispiel mit den oben genannten Faktoren beschäftigen.

Das sind allerdings nicht die einzigen Wissenschaftler. Es heißt, Musik sei mitunter Medizin - wenn werdende Mütter beispielsweise Mozart hören, dann ist das gut für das Kind. Für Soziologen ist Musik ebenfalls ein super spannendes Thema: zum einen ist Musik oft Merkmal von Jugendszenen, darüber hinaus sehen sie sich häufig mit der Frage konfrontiert, ob Musik (zum Beispiel Gewalt verherrlichende oder Gewalt fordernde) gefährlich sein kann.



Das Wichtigste?

Und das Wichtigste: es gibt viele unterschiedliche Musikhörermilieus, zu denen häufig Dresscodes und auch weniger Sichtbares, etwa Überzeugungen, Lebenseinstellungen, zum Teil sogar Lebenslagen und ein Image gehören. Musikgeschmack kann beinahe so etwas wie eine Charaktereigenschaft sein. Die mit einer Musik verbundenen Regeln sind allerdings nicht universal gültig. Häufig ist zu beobachten, dass Musikgenres, die woanders Merkmal von Notlagen sind, in Slums entstehen, hier vorwiegend von elitären Gesellschaftsschichten gehört werden.



Das Wichtigste!

Musik kann ganz unterschiedlich genossen werden: als Kollektiverlebnis auf Raves oder in der Kirche, aber auch in der Isolation, als Ausdruck von Einsamkeit... Es gibt Musik für den Fahrstuhl, den Supermarkt, speziell für Hörer, für Passivhörer und welche speziell für Tänzer, Musik, die verboten ist, weil sie für gefährlich gehalten wird und die altertümliche Zweiteilung in U- und E-Musik (unterhaltende und ernste Musik), die allerdings inzwischen durch F-Musik (funktionale Musik) ergänzt wird.



Zum Schluss

Wichtig sind in unseren Breitengraden ferner Hypes. Eine Musikrichtung erreicht meist nur temporär eine breite Schicht, hat Hochzeiten - und dann wieder Phasen, in der sie maximal in kleinen Gemeinden gespielt und gehört wird. Und die technischen Neuigkeiten der letzten Jahrzehnte, die Digitalisierung der Musik, die Fähigkeit, synthetisch klassische Instrumente zu imitieren und darüber hinaus alle Klänge zu spielen, die im Hörbereich des Menschen liegen. Vermutlich befinden wir uns gerade in einer Übergangsphase, denn der klassische Komponist hat Konkurrenz bekommen: den technisch versierten Musikbastler. In diesem Bereich wird allerdings, wenn es so läuft wie immer, eine Spezialisierung stattfinden, an deren Ende neue Komponisten stehen (die gibt es bereits zum Teil).

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