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Wise Guys
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 Wise Guys 

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Anfang 2008 steht das Album „Frei!“ der Wise Guys wochenlang auf der Liste der Top-Vorbestellungen der einschlägigen Internetkaufhäuser. Der Wise Guys? Was nach Boygroup riecht ist auch eine, nur eben keine normale – es sind eher gestandene Herren, die die Früchte ihrer jahrelangen Zusammenarbeit zu Pflücken bereit sind. Wenn man sich auf ihre Spur begibt, finden sich an den gängigen Stellen Einträge, meist Kurzmitteilungen über diese Wise Guys, 3sat hat sich mal länger mit den Kölnern beschäftigt, der Großteil der Rezensionen und Artikel stammt aus der Lokalpresse. Etliche städtische und regionale Medien bieten zusammen einen umfassenden Fundus an Material, mit dem sich arbeiten lässt, es bleibt jedoch erstaunlich, dass sich die überregionale, die nationale Presse vergleichsweise wenig mit einer Musikgruppe beschäftigt, auf deren Veröffentlichung doch offensichtlich sehr viele Menschen warten

 

Es sind die Orte, an denen die Wise Guys durch Live-Performances Spuren hinterlassen hat, von denen aus über die Musiker berichtet wird. Überregional scheint lediglich die Misereor-Plakat-Kampagne zu sein, für die die Wise Guys werben. Verblüffende Beobachtungen eines Unwissenden. Tatsächlich sind die Wise Guys die zurzeit erfolgreichste A-capella-Formation in Deutschland; so etwas hat Tradition hierzulande, nur in wenigen Ausnahmefällen schaffen es diese Gruppen über den Status einer Kleinbühnensensation hinaus, dann, wir erinnern uns noch alle an Die Prinzen oder die Comedian Harmonists (schon etwas länger her), wird die Sache schnell unheimlich.

 

Die Wise Guys gibt es schon eine ganze Weile, ihren Hörerkreis haben sie in den vergangenen Jahren enorm erweitern können, auf Kirchentagen, am Weltjugendtag, in Opern, Philharmonien und ganz gewöhnlichen Konzertsälen singen die Musiker vor Menschenmassen, seit 2001 wird zweimal jährlich das Wise-Guys-Magazin veröffentlicht, seit 2004 finden Spezialnächte bzw. Mitsingnächte statt, für den guten Zweck die vielstündige Totalnacht.

 

Das Quintett geht auf eine Blechbläserkapelle am Hildegard von Bingen Gymnasium zurück, die sich zunächst in eine Rockformation wandelt, die bei Auftritten auch mal reine Gesangsstücke zum Besten gibt. Nach dem Abitur 1990 bleibt die Gruppe als A-capella-Bündnis bestehen, das sich Anfang 1995 Wise Guys tauft. Aus der Schulzeit sind bis heute Daniel Dickopf, Edzard Hüneke, Marc Sahr und Clemens Tewinkel auf der Bühne, lediglich Christoph Tettinger steigt zur Gründung der Wise Guys aus dem aktiven Dienst in das Management ein und wird durch den Bass Ferenc Husta ersetzt. Die Jahre zwischen dem Abitur und 1995 verbringen die Musiker auf unterschiedliche Weise mit Sinnsuche, Studieren, dem Erledigen bürgerlicher Verpflichtungen, einige gehören eine Weile auch zum Ersten Kölner Barbershop-Chor, einer Gruppe, die in den vergangenen Jahren mehrfach die Deutsche Barbershop-Meisterschaft gewonnen hat.

 

Dickopf, der Dän, ist erster Songschreiber der Wise Guys, wobei das Repertoire von Coverversionen, sowohl englische als auch deutsche Texte, über Kombination bekannter Lieder unterschiedlichster Genres mit eigenen Texten bis hin zu kompletten Eigenkompositionen reicht. Hüneke arrangiert die Lieder, einige Songs schreibt er auch selbst.

 

Wise Guys – Dut-Dut-Duah

 

Die Wise Guys haben zur offiziellen Gründung bereits in Eigenregie, und vor allen Dingen selbstfinanziert, ein Album produziert. „Dut-Dut-Duah“ gibt es seit November 1994, es enthält sechs Eigenkompositionen zwischen Gassenhauern („Wochenend und Sonnenschein“), Beatles-Covers (z.B. „Honey Pie“), außerdem zeitgenössischem Liedgut („Wild World“) und lustigen Übernahmen von Übernahmen („Kölsche Jung in New York“). Besonders beliebt bei den Fans ist „Viele verachten die edle Musik“, die Wise Guys zeichnen sich dadurch aus, dass sie ihre Konzerte nicht – wie das in A-Capella-Kreisen üblich ist – stramm nebeneinander stehend durchhalten, sondern gerne die komplette Bühne nutzen.

 

Entchen Records schlägt zu. Nicht gerade ein Major-Label, immerhin jedoch ein erster Schritt in die Professionalität. 1996 gibt es „Haarige Zeiten“, das zweite Album, die für die nächsten Jahre geltende Besetzung steht, die EMI will es wissen – ein Major Label. 1997 erscheint „Alles im grünen Bereich“, die Produktionen werden professioneller, die Musiker besser, die Texte sind zum übergroßen Teil jugendlich frech, lustig bis albern. Sind die ersten Alben der Wise Guys etwas, was sich die Konzertbesucher, denen der Spaß zu kurz gewesen ist, mit nach Hause nehmen können, handelt es sich zunehmend um Arbeiten, die ohne Weiteres theoretisch in den Charts hätten landen können. Vielleicht hängt das mit Die Prinzen zusammen, die haben 1995 ihren letzten großen Hit – kann sein, dass die Wise Guys die Bühne betreten, als gerade keiner A-capella hören möchte. Nein, kann es nicht, der Film „Comedian Harmonists“ wird 1997 ein grandioser Erfolg – und die Wise Guys arbeiten sich, scheinbar unabhängig von irgendwelchen Hypes, ziemlich beständig hoch.

 

1999 erscheint „Skandal“. Die Wise Guys halten sich nicht sklavisch an die Regel, kein Instrument einzusetzen – bereits auf dem ersten Album taucht mal eine Gitarre ein, Percussion und „Juliane & Streichguys“ sind es hier. „Goldeneye“ ist hervorragend, „More Than Words“ bleibt furchterregend.

 

Wise Guys – Live

 

Es ist bezeichnender Weise ein Live-Album, mit dem der Sprung in die Charts gelingt. Das ist im Jahr 2000 und ab hier geht es richtig aufwärts, die beharrliche Arbeit beginnt sich auszuzahlen. Im Sommer 2001 erscheint „Ganz weit vorne“, das bedeutet für eine Woche Platz 49, ein neuer Rekord. „Jetzt ist Sommer“ kriegt ein Video, das bei VIVA läuft. In Köln kommen zu einem Konzert 12500 Menschen. „Klartext“ (2003) ist dann bereits auf Platz 10. Die Wise Guys nehmen zunehmend die Clownsnasen ab und die Hörer honorieren das. Das heißt nicht, dass sie nicht mehr lustig sind, eigentlich werden sie tendenziell sogar lustiger.

 

„Wo der Pfeffer wächst“

 

Auf dem Pfad bleiben die Wise Guys auf jeden Fall. „Wo der Pfeffer wächst“ ist 2004 Kennzeichen dafür, dass die Musiker vom Zuspruch des Publikums angestachelt ein hohes Arbeitspensum absolvieren. Es folgen mehrere christliche Massenveranstaltungen, die Wise Guys sind nett kritisch, kritisch nett, wirken immer ein bisschen zahnlos, wenn es politisch wird, frech halt.

 

Radio“, das Album von 2006, steht nach der Veröffentlichung plötzlich auf Platz drei, das hübsche Konzeptalbum ist eine Radiosendung, ein bisschen Medienverarbeitung, ungemein erfolgreich. Anfang 2008 erscheint „Frei!“, den ersten Platz sparen sich die Wise Guys noch auf, Platz zwei muss erst einmal reichen.


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