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Xavier Naidoo
Xavier Naidoo Foto © by Thommy Mardo

 Xavier Naidoo 

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Xavier Kurt Naidoo kommt am 02. Oktober 1971 im Baden-Württembergischen Mannheim zur Welt. Seit 1997 ist er wichtiger Protagonist der deutschen Popmusik als Backgroundsänger, streng christlicher Prediger, sozial engagierter Prediger, Megaphon nationaler Besoffenheit und einfach verdammt gute, markante Stimme.

 

Xavier Naidoo geht den Weg, den einer geht, der weiß, was er will und dass er es kann, dem allerdings nicht das Glück eines planierten Weges vor die Füße fällt. Er singt, wo man als junger Mensch auch immer singen kann: im Chor, in der Kirche, in der Schule, während der Lehre, die aus Vernunftgründen begonnen und frühzeitig beendet wird, in der Dusche, in kleinen und mittleren Musicalproduktionen, in der ersten kleinen Band…

 

Lange bevor seine große Zeit in Deutschland beginnt, macht Xavier Naidoo 1992 rüber. In den USA nimmt er die Gelegenheit wahr, unter dem Namen Kobra ein Album mit dem Titel „Seeing Is Believing“ aufzunehmen. Ein Flop, wie könnte es anders sein, denn sein Metier ist zwar R&B und Soul, Xavier Naidoos Stärke ist jedoch vor allem der gewandte Umgang mit der deutschen, seiner Sprache.

 

Moses P.

 

Das Frankfurter Hip-Hop-Label 3p ist seit den frühen 90er Jahren vielgehasste wie erfolgreiche Institution und Gegenentwurf zum deutschsprachigen Blödel-Hip-Hop aus Stuttgart und dem, was in Hamburg heranwächst. Moses Pelham und Thomas Hofmann, ihres Zeichens zunächst selbst erfolgreiche Musiker als Rödelheim Hartreim Projekt und schließlich standesgemäß erfolgreiche Produzenten, schaffen sich mit der Frankfurterin Sabrina Setlur, der Schwester S, nach ihrem eigenen, den zweiten großen Kassenerfolg.

 

Bei „Freisein“, Track auf dem 97er Album „Die neue S-Klasse“ von Sabrina Setlur, hat Xavier Naidoo eigentlich den entscheidenden Part. Es ist seine erste Single, das Lied landet folgerichtig auf seinem ersten Soloalbum bei 3p: „Nicht von dieser Welt“. Ein großer Erfolg für Xavier Naidoo. Mehr als eine Million Alben werden in Österreich, Deutschland und der Schweiz verkauft, in Deutschland macht sich Xavier Naidoo erst einmal auf Platz eins der Charts breit. Das ist 1998. 1999 folgt mit „Sie sieht mich nicht“ ein ebenfalls ungeheuer populärer Titel auf dem Soundtrack des Kinofilms „Asterix gegen Caesar“. Die Sache scheint rund zu laufen, Xavier Naidoo hat nicht nur mit deutschsprachigem R&B Erfolg, mit dem R&B, der dem Hip-Hop entspringt, sondern er bringt auch die für deutsche Popmusik und für englische Texte hingegen nicht ungewöhnliche starke christliche Religiosität und Bibelfestigkeit mit ins Spiel, was durchaus positiv besprochen wird – durch sein ruhiges und abgeklärtes Auftreten wird Xavier Naidoo für viele Medienvertreter zu einem wichtigen Ansprechpartner in Sachen „Religion und Jugend“, obwohl selbst nicht mehr ganz jugendlich, für die etablierten Religionsvertreter ein unsicherer Kantonist, da Xavier Naidoos Position – fern von den Institutionen – für sie recht unberechenbar sich auf dem weiten Feld zwischen einem kruden Alttestamentarismus und ungeheuerlicher Liberalität bewegt: ein auf seine ganz spezielle Weise christlicher Fundamentalist.

 

Xavier Naidoo - Söhne Mannheims

 

Es gibt Ärger. Nicht etwa von Religionsvertretern oder wegen irgendwelcher Atheisten sondern im eigenen Haus. Und zwar, weil Xavier Naidoo seiner Profession nachgeht: er singt. Allerdings nicht von 3p delegiert, sondern mit Mannheimer Kollegen, und das ist das Problem. Herrje, kompliziert, wir gehen einige Jahre zurück. Xavier Naidoo ist vor allem in Mannheim bekannt, er kennt vor allem Mannheim. Die Stadt ist sein Jerusalem und ein Berg bei Heidelberg der Berg Zion. Mit ein paar Kollegen und Kollegen von Kollegen gründet er die Gruppe „Söhne Mannheims“. Während er erst Frankfurt und dann Deutschland erobert, vergisst er seine Brüder nicht und baut mit ihnen erst ein Studio in Mannheim und eine Firma auf, schließlich produzieren die Freunde handgemachten Soul, der vor allem die Stimme Naidoos ein Tickchen mehr zum Tragen kommen lässt: außerdem schreiben sich die Mannen die Zukunft eines besseren, sozialeren Mannheims auf die Fahnen.

 

Eine gute Sache, gute, bisher recht einzigartige Musik hierzulande, ein verärgerter Label-Betreiber. Moses P. sieht sich um seine mühsam aufgebaute Stimme betrogen, schließlich hat sein inzwischen bestes Pferd im Stall noch einen Vertrag bei ihm. Er fühlt sich bei dem Versuch im Recht, die Veröffentlichung von „Zion“ 2000 zu verhindern. Es folgt eine Klagewelle, die mindestens bis 2005 geht, in der es um Vertragstreue geht und in der sich herausstellt, dass der Vertrag, den Xavier Naidoo in Frankfurt unterschrieben hat, ein mit unverhältnismäßig harten Klauseln gespickter ist.

 

Das Lied „Geh davon aus“ wird ebenso wie das Album ein großer Erfolg. Sicherlich trägt die Bekanntheit Xavier Naidoos entscheidend dazu bei, dass die nicht gerade auf Charttauglichkeit getrimmte Gruppe, die live und mit ihrem Herz ihre größten Stärken entwickelt, plötzlich für die Charts taugt.

 

Die Söhne Mannheims bleiben Liebhaberei – wenn auch extrem erfolgreiche. 2004 kommt mit „Noiz“ ein zweites Album heraus, das sich noch besser verkauft. Gerade „Und wenn ein Lied“, eine 2005 erschienene Single, ist ein sagenhafter Schmachtfetzen – bei dem es um tiefe Trauer geht, das Vaterunser wird A-Capella gegeben.

 

Zurzeit wird an einem neuen Album gearbeitet, das 2008 veröffentlicht werden soll. Das ist allerdings nicht alles. Die Förderung Mannheims und der lokalen Musikszene hat zur Folge, dass 2003 die Popakademie Baden-Württemberg in der Stadt angesiedelt wird, wo Xavier Naidoo bisweilen als Gastdozent tätig ist.

 

Xavier Naidoo - Mission Solo

 

Bei allem Engagement bleibt Xavier Naidoo als Solokünstler jedoch höchst aktiv. 2002 wird „Zwischenspiel / Alles für den Herrn“ veröffentlicht. Das Album ist nicht ganz so lukrativ wie sein Vorgänger, ist aber in Zeiten einbrechender Absatzzahlen im Musikgeschäft immer noch ungeheuer erfolgreich. Für das Doppelalbum holt Xavier Naidoo namhafte Verstärkung an Bord. Hier ist vor allem Jan Delay zu nennen, aber auch Curse, der Rapper aus Ostwestfalen.

 

Noch erfolgreicher ist Xavier Naidoo 2003 durch die Zusammenarbeit mit dem Mitglied des Wu-Tang Clans, RZA. „Ich kenne nichts (was so schön ist wie du)“ dürfte den meisten noch heute bei bloßer Nennung des Titels zum Ohrwurm werden. Wo sich auch immer Xavier Naidoo beteiligt, hinterlässt er bleibende Spuren. Das viel besprochene Medienereignis Brothers Keepers, das leider reichlich wenig folgenreiche, entsteht mit ihm, ebenso trägt er sein Scherflein zum „Rilke Projekt“ bei.

 

2005 entsteht „Telegramm für X“, das nächste Album von Xavier Naidoo. Ein erster Platz, wie gewohnt. Und das richtige Material zum richtigen Zeitpunkt, wie sich herausstellt.

 

Xavier Naidoo - Das Buch Klinsmann

 

Die Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland steht ins Haus, zahlreiche Musiker mühen sich, den entscheidenden Hit zum Soundtrack beizutragen. Das bis dahin stärkste Album von Xavier Naidoo enthält „Dieser Weg“. Der inoffizielle Chef-DJ des DFB-Trosses, Gerald Asamoah, hat höchstwahrscheinlich nicht einmal eine Wahl. Wenn der Musiker bis hierhin ein viel beachteter Popstar ist, darf er sich nun mit dem Signum des Megastars schmücken.

 

Das Album entsteht gemeinsam mit Philippe van Eecke, seines Zeichens Komponist und Produzent für und mit den Söhnen Mannheims, den Brothers Keepers, Jazzkantine, aber auch Yvonne Catterfeld. Der Hit entspringt seiner Feder und entwickelt eine unwahrscheinliche Eigendynamik. Die Leute gehen zum „Public Viewing“ – „Dieser Weg“ passt. Die Deutsche Mannschaft fährt in ihrem Bus durch die Deutschen Landen, die Bundeswehr steht Spalier – „Dieser Weg“ in den Ohren. Angela Merkel betritt ein Stadion – „Dieser Weg“. Franz Beckenbauer heiratet – „Dieser Weg“. Das Wunder von Bern – dieser Regisseur macht einen Film: „Dieser Weg“, „Dieser Weg“, „Dieser Weg“. Und als sei es nicht genug, Herbert Grönemeyer mit seinem kehligen „Olé“ in der unerträglich heißen Sonne stehen gelassen zu haben, ist der letzte Track des Albums: „Was wir alleine nicht schaffen (das schaffen wir dann zusammen)“. Perfekte Trauerbewältigung, und es gilt für Xavier Naidoo, was sonst nur noch auf die Sportfreunde Stiller zutrifft. Das nächste Projekt ist das entscheidende zweite.

 

Weil das eigentlich der Zenit gewesen sein muss. So einhellig geliebt wird Xavier Naidoo nicht noch einmal. Preise wird er auch nicht mehr benötigen, die hat er nämlich schon: die EinsLive Krone 2006, Echo 2006…


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