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Wie Popmusik klingt von Amis, die Popmusik spielen, für Leute, die Popmusik nur dann hören, wenn sie nicht klingt, als wäre sie Popmusik? Wie Xiu Xiu vielleicht. Avantgarde halt … Xiu Xiu ist das Projekt von Jamie Stewart, Spross einer Musikerfamilie, Vater Mike und Onkel John zumindest sind recht bekannte Musiker gewesen. Bevor der 1972 geborene Kalifornier Xiu Xiu gründet, spielt er in verschiedenen Bands, die bekannteste – zumindest unter US-Indie-Experten bekannteste darunter dürfte IBOPA sein. Vielleicht doch eher Ten in the Swear Jar, das Folgeprojekt, das er mit Cory McCulloch gründet – unter dem Namen entstehen 1999, 2000 und mit einiger Verzögerung 2005 immerhin drei Alben.
Es geht um Xiu Xiu. Experimental Indie ist eine sehr hübsche Zuschreibung, die sich in der englischsprachigen Wikipedia findet, Xiu Xiu ist in erster Linie ohne klare Linie, verspielt, extrem abwechslungsreich, es dürfte wirklich jedem schwer fallen, alles zu mögen, dafür sind Jamie Stewart und seine wechselnden Partnerinnen extrem produktiv und verstecken immer wieder phänomenale Lieder in den Produktionen.
Xiu Xiu wird 2000 gegründet – frühe Mitglieder sind Yvonne Chen und Lauren Andrew, Cory McCulloch, wenig später folgen Caralee McElroy und Ches Smith, die bis heute dabei sind. Ungewöhnlich spät für Stewart, 2002, werden die ersten großen Produktionen eingespielt, das Debütalbum heißt „Knife Play“, kurze Zeit später erscheint die EP „Chapel of the Chimes“ (mit dem Lied „Jennifer Lopez“). 2003 dann „A Promise“, wiederholt beschäftigt sich Stewart, der gerade seinen Vater verloren hat, mit Joy Division und The Smiths, Xiu Xiu verliert ein Bandmitglied an die freie Veganer-Wirtschaft und holt sich als Live-Verstärkung einige Mitglieder von The Dead Science aus Seattle an Bord.
Mit „Fabulous Muscles“ Anfang 2004 steigen die europäischen Indie-Hörer ein. Man spricht hier viele Jahre bereits davon, dass die 80er irgendwie zurückkommen (sollen), und da passt (für viele Rezensenten) Xiu Xiu offensichtlich ganz wunderbar ins Bild. „Fabulous Muscles“ wirkt wie ein Aufschrei gegen irgendwelche Zuschreibungen, wieder einmal lassen sich verschiedene, sehr persönliche, große Momente entdecken – und es gibt die anderen Stellen, die nicht so schön sind, aber jeweils vielleicht für andere Hörer irgendwie brauchbar. Xiu Xiu fordert offene Ohren.
„La Forêt“ ist schaurig schön. Das ist 2005, das vierte Album im vierten Jahr hintereinander, im September 2006 erscheint „The Air Force“, Greg Saunier von Deerhoof produziert das Album, immer wieder schmeißt Xiu Xiu nette EPs zwischen die Alben, 2005 ist das Jahr der Split-7“s (mit Devendra Banhart, Kill Me Tomorrow, The Paper Chase, The Dead Science, es folgt die EP „Tu Mi Piaci“ im Jahr 2006, Xiu Xiu bringt es übers Herz, innerhalb von 18 Minuten Nina Simone, die Pussycat Dolls und Bauhaus zu covern – das wagen nicht viele …
2007 gibt es kein richtiges Album von Xiu Xiu, dafür „Remixed & Covered“, ein zumindest spannendes Doppelalbum, ein Album als XXL, eine Kollaboration mit einer Band namens Larsen, Titel: „¿Spicchiology?“ und erst 2008, im Januar, wird „Woman As Lovers“ veröffentlicht, das nächste richtige … surftippsCD Reviews von Xiu Xiu findet Ihr auf CDSTARTS.de |
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